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Mae Na Chorn das Dorf der Himmel

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Ralf Oberg unterwegs von Chiang Mai ins Dorf der Himmel
Ralf Oberg unterwegs von Chiang Mai ins Dorf der Himmel

Hoch im Bergland von Chiang Mai liegt an einer staubigen Strasse, die sich in der Regenzeit in einen Schlammweg verwandelt und kaum mehr passierbar ist, ein kleines Paradies. Ein von der Welt abgeschiedener Ort mit einer kaum vorstellbaren Harmonie. An einem Samstagmorgen im Jahre 2002 im Monat März trafen wir nach einer 800 km langen Songtheo-Fahrt in Begleitung eines deutschen Missionars namens Ralf Oberg am langersehnten Ziel ein. Am Freitag waren wir im Dorf meiner Frau im Dschangwat Phetchabun aufgebrochen.Viele Stunden lang über staubige endlos scheinende Strassen Richtung Nordthailand gefahren. Besser gesagt geschüttelt und gerührt in einem offenen Songtheo, den wir samt Fahrer gemietet hatten. Jedes Schlagloch hinterliess seine Ein- und Abdrücke und wir freuten uns auf die Ankunft in Chiang Mai.
Doch nicht von unserer Reise möchte ich berichten, die war für sich ein besonderes Abenteuer. Nein, von der Begegnung mit diesem Mann Gottes, dort oben in Chiang Mai.Am Samstagmorgen warteten wir wie abgesprochen am Treffpunkt, den wir in der grossen Stadt Chiang Mai vereinbart hatten.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Die Hauseltern der befreiten Kinder betreuen zur Zeit über 40 Kinder und Jugendliche
Die Hauseltern der befreiten Kinder betreuen zur Zeit
über 40 Kinder und Jugendliche


Stunde um Stunde verrann. Wir sahen uns Gesichter und Menschen an und fragten uns, welcher von diesen vielen Europäern, die da massenhaft in Chiang Mai zu leben schienen, könnte der langersehnte sein. Das Kaffeehaus, in dem wir warteten, war ein besonderer Ort und schien der Treffpunkt der Farangs zu sein. Meine Frau und unser Fahrer wurden schon einwenig ungeduldig, da sah ich auf einmal einen hochgewachsenen, fröhlich lachenden Mann auf der Strasse mit weitfedernden Schritten Richtung Kaffeehaus marschieren. Mein Herz schlug höher. Eine innere Stimme sagte mir, dass dies der ersehnte Mann war.Schon war er bei mir angelangt und mit einem Schmunzeln auf den Lippen meinte er: „Ich habe dich etwas grösser in Erinnerung. Auf der Foto, die du mir gemailt hast, sahst Du etwas kräftiger und stabiler aus.“

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Ein glücklicher Junge,  dem man seine Behinderung nicht ansieht.
Ein glücklicher Junge,
dem man seine Behinderung
nicht ansieht.


Ja, das war Ralf Oberg, ein Kämpfer Gottes. Ich schloss ihn sofort in mein Herz. Ja, so hatte ich mir einen Missionar^vorgestellt. Freundlich, offen, fröhlich. Ein Mensch mit einer besonderen Ausstrahlung. Nicht, dass ich denke, so müsste es immer sein. Nein, bewahre, auch er ist nur ein Mensch, wie so viele andere an der Front. Aber mein erster Eindruck sollte sich im Laufe des Kennenlernens bestätigen. Er konnte sehr fröhlich, aber auch sehr ernst sein. Ein Mann mit Charisma. In der kurzen Zeit die ich mit ihm und seinen Freunden, den Kindern der Berge, verbringen durfte, wurde die Kraft und Energie dieses Mannes sichtbar. Und nicht nur die Kraft, sondern auch die Quelle der Kraft. Sein König wurde durch ihn auf eine bisher noch nie erlebte Weise für mich sicht- und spürbar. In seiner Nähe fühlte sich meine Frau Noi wie auch unser Fahrer geborgen und wie mit Liebe umhüllt. Dieser Mann lebte aus der Kraft seines Glaubens und vertrat seinen König Jesus Christus so würdig wie ich es bisher nur sehr selten erleben durfte. Er selbst ist äusserst bescheiden und demütig, doch er ist genau das, was ich mir auch wünsche zu sein. Salz der Erde.


Gottes Krieger. Er hat die Waffenrüstung Gottes in seinem Leben angezogen und kämpft so wie es im Worte Gottes geschrieben steht. Er weiss, mein König ist bei mir, bei allem was ich tue. Nicht, dass er ein einziges Wort über diese Kraft verloren hätte. Nein, er ist sehr wortkarg, aber was er sagt, das ist erfüllt mit der Kraft seines Königs. Und dieser Mann lebt auch, wie es sein Herr befahl. Er hortet die geliehenen Pfunde nicht. Er scheint unerschöpflich am Werk seines Königs zu arbeiten. Viele behinderte Kinder und jugendliche Erwachsene verdanken ihm ein neues Leben. Wie es zu diesem Leben kam, wird er uns sicher einmal in einem eigenen Lebensbericht darstellen. Mir kam er vor wie einer der alten Propheten aus der Bibel, der von Gott einen klaren Auftrag erhielt und diesen Auftrag mit all der Kraft, die ihm Gott gab, auch gehorsam anging.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Das Entenbecken - und vielleicht später auch mal Fischzuchtbecken.
Das Entenbecken - und vielleicht später auch mal
Fischzuchtbecken.


So baute er zum Beispiel, als Gott ihm ganz deutlich ein Bild ins Herzen legte, ein Haus in den Bergen an einem Abhang zu einem Fluss. Und nicht ein Haus auf Sand. Nein, es wurde ein Haus auf Fels gebaut.


Und in diesem Haus sass ich dann auch am Sonntagmorgen und hatte die ganze Nacht mehr schlecht als recht geschlafen. Ralf hatte mir am Samstagabend mit einer kurzen Bemerkung zu verstehen gegeben, dass er am Ostersonntag, eben heute, eine kleine Predigt von mir erwarte. Ja, so hatte ich in der Nacht gefragt: ,,Herr,was soll ich sagen? Du kennst mein Herz. Du weißt, wer ich bin. Bin ich überhaupt würdig, so etwas zu tun?“ Nun, meine Predigt wurde mehr als kurz, denn Ralf schien mein Innerstes besser zu kennen als ich selbst. Was haben wir heute, fragte er die anwesenden Kinder und Erwachsenen ...Ja, wir haben 'Van Easter' (Ostertag). Und bald darauf feierten wir mit Liedern, ein paar wenigen Worten von mir und dafür einem Wort aus der Bibel, den wunderschönen Ostertag. Ohne Hasen und andern Süssigkeiten, mit denen wir uns Europäer so gerne eindecken. Nein, ein schlichtes Mittagsmahl folgte dem Lobpreis und viel spürbare Liebe zum Herrn prägte unsern Ostertag.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Rote und gelbe Jungs, glücklich im Dorf der Himmel.
Rote und gelbe Jungs, glücklich
im Dorf der Himmel.
Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Essen mit einem kleinen Teil der Grossfamilie und Ralf.
Essen mit einem kleinen Teil der Grossfamilie und Ralf.

Doch noch einmal kurz zurück zu unserer Ankunft im Dorf der glücklichen Kinder Mae Na Chorn. In Chiang Mai hatte Ralf Oberg eine Wasserpumpe in sein Fahrzeug eingeladen und diese Pumpe wurde nun, kaum angekommen, mit Enthusiasmus abgeladen. Von Ralf Oberg und Sam, einem Juden aus Amerika, den Ralf aus Chiang Mai mitgebracht hatte. Noi und ich begannen nach einem Willkommenstrunk das Dorf zu besichtigen. Hier erfuhren wir auch, wo die Pumpe eingesetzt werden sollte. Sie bekam die Aufgabe, einen Enten-Zuchtteich, in dem später vielleicht auch noch zusätzlich Fische gezüchtet werden könnten, mit Wasser zu versorgen. Zu unserer Freude bezog uns Ralf in seine Arbeit mit ein. Gemeinsam mit einigen jugendlichen Karen (Bergstammangehörige, ethnische Minderheit) begannen wir, Schläuche zu verlegen. Unter dem Dorf schlängelte sich ein schmaler Fluss durch die Berge und Wälder. Hinab zu diesem Fluss wurden nun Schläuche gelegt. Ralf und Samuel - so nannte sich der Jude aus Amerika - und ich trugen gemeinsam die Pumpe zum Flussufer hinunter.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Ralf Oberg mit Vorderlader. Damit jagen hier oben einige der Jungs Gazellen. Nicht zum Vergnügen, sondern um den Speiseplan ein wenig zu bereichern.
Ralf Oberg mit Vorderlader.
Damit jagen hier oben einige der Jungs Gazellen.
Nicht zum Vergnügen, sondern um den Speiseplan
ein wenig zu bereichern.

Dort installierten Samuel und Ralf die Pumpe, während ich mit einem der Jungens zusammen die Schläuche ausrollte und einen Anschluss ans Zuchtbecken vorbereitete. Bald einmal lief die Pumpe, aber was war das? Kein Wasser kam nach oben! Lange Gesichter. Ich fragte mich, ob ich wohl beim Auslegen der Schläuche einen Fehler gemacht hätte. Nein. Das Wasser kam gar nicht hoch. „Pumpe zu schwach“, dachte ich einen Moment lang. Samuel schüttelte auf einmal den Kopf und wir alle jubelten, als auf einmal das Wasser hochschoss und hinein in den Zuchtteich floss.


Lebendiges Wasser. Ja hier oben in den Bergen wurde mir wieder einmal mehr so deutlich bewusst, was lebendiges Wasser sein kann. Hier oben läuft ohne Wasser nichts. Und in unseren Seelen bleibt es ebenfalls schmutzig, wenn wir kein lebendiges Wasser durchspülen. Der kleine Dschungelfluss, der da am Fusse des Felsendorfes vorbei fliesst, bringt Leben, Nahrung und ohne ihn läuft nichts. Keine Wäsche kann ohne ihn gewaschen werden und keine Enten können im Zuchtbecken schwimmen und keine Fische ihre Jungen ausbrüten.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Das kleine Haus bietet einen atemberaubenden Ausblick auf den ca. 20m tiefer gelegenen Bergfluss.
Das kleine Haus bietet einen atemberaubenden Ausblick
auf den ca. 20m tiefer gelegenen Bergfluss.
Das kühle Wasser des glasklaren Bergflusses dient zur
Alltagswäsche, weiter oben kann man baden und
sogar schwimmen. Leider wurden die Flussfotos
auf der Heimfahrt im Regen ersäuft.


Wasser des Lebens. Nur der Regen in gewissen Jahreszeiten kann für kurze Zeit dieses ersehnte, kostbare Nass spenden. Aber dann tut die Sonne das ihrige. Doch der Fluss, der nun angezapft ist, bringt jetzt das Leben nach oben ins Dorf. Und damit auch Nahrung und vielleicht später auch etwas ähnliches wie Wohlstand. Doch nur soviel, um knapp zu überleben.


Die Dörfer, die Ralf Oberg für die Menschen der Berge baut, sollen auch so Inseln des Lebens sein und werden. Alle Projekte, die er ins Leben ruft, sollen selbstragend werden, einige davon sind es schon. Doch jede Gabe ist willkommen! Die Menschen hier oben sind sehr arm. Im Herzen aber scheinen sie reich zu sein. Die Kindergesichter und auch die Gesichter der Aelteren Menschen hier strahlen einen Frieden aus, den wir uns im hektischen Europa nur wünschen könnten. Auch wir können diesen Frieden finden. Wenn wir vom lebendigen Wasser trinken. Dem Wasser, das Jesus der Frau am Brunnen in Samaria anbot.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Eines der mit liebe gebauten Wohnhäuser. Karfreitag: Die Jungs und Mädels üben sich im singen und Gitarre spielen.

Eines der mit liebe gebauten Wohnhäuser.
Karfreitag: Die Jungs und Mädels üben sich im
Singen und Gitarre spielen.


Hier oben lebt zum Beispiel ein Mann Namens Nani. Ich musste oft an ihn denken, als ich wieder zu Hause in der Schweiz war. Nani verlor bei einem Unfall einen Fuss. Hier bei uns erhält ein ebenso verunfallter eine Prothese von der Versicherung bezahlt. Nicht so im armen Bergland Thailands. Nani ist, wie ich später aus einem Gespräch mit meiner Frau entnehmen konnte, sehr glücklich dort in diesem Dorf leben zu können. In seinem eigenen Dorf war er nach dem Unfall ausgestossen. Da aber wird er geschätzt und obwohl er keine Prothese besitzt, er hat nur einen alten Schuh, hinkt er zufrieden umher. Er weiss, „ich werde noch gebraucht.“ Deshalb kann er trotz seinem Elend doch auch lachen und fröhlich sein. Nicht, dass er nicht mehr traurig wäre, aber er lebt hier an der Quelle des Lebens. Ich kann ihn nicht mehr vergessen. Oft träume ich von ihm und in den Träumen habe ich eine Prothese für ihn bei mir. Doch jedesmal, wenn ich ihm sie anlegen möchte, passt sie nicht und ich erwache schweissgebadet und unglücklich.

Ja, es hätte da oben auch viel Arbeit für Volontäre. Und ich selbst würde sofort alles aufgeben, um dort oben noch einen Teil der Schuld abzutragen, die ich Gott gegenüber habe. Ich weiss er liebt mich und ich bin sein Kind. Doch eben aus dieser Liebe, die er mir schenkte, entsteht auch mein Wunsch, ihm dort eines Tages dienen zu dürfen. Nun, ich möchte den Leser nicht langweilen mit meinen innersten Gedanken. Aber sie sind nun einmal da und ein Teil dieses Berichtes.
Da oben hat es viele Kinder, die Hilfe und aufrichtige Liebe brauchen. Kinder, die einmal in Ihren angestammten Dörfern litten und oft sogar schlimmer als Tiere behandelt wurden. Kinder, die freigekauft wurden um in Freiheit zu lernen was wertes Leben heisst. Kinder, die nichts hören, aber mit dem Herzen fühlen. Sie werden hier, wie in den andern Projekten Ralf Obergs, geschult und bekommen auch das Evangelium vorgelebt. Schon sind einige glühende Kämpfer Gottes aus diesen Projekten hervorgegangen und streuen nun die Samen des Evangeliums weit ins Land hinaus.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Blick vom Dorfrand aus auf die Berge.
Blick vom Dorfrand aus auf die Berge.
Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Noi im Gästehaus: Gut geschützt gegen die Moskitos. Einfach, aber mit allem notwendigen eingerichtete Zimmer verwöhnten uns und unseren Fahrer mit ungewohnter Kühle. In der Nacht brauchten wir sogar die bereitliegenden Decken!
Noi im Gästehaus: Gut geschützt gegen die Moskitos.
Einfach, aber mit allem notwendigen eingerichtete
Zimmer verwöhnten uns und unseren Fahrer mit
ungewohnter Kühle. In der Nacht brauchten
wir sogar die bereitliegenden Decken!

Eine Vision von Ralf Oberg lies da oben in den Bergen ein kleines Paradies entstehen. Hier hatte ich zum ersten Male ausser in Jerusalem das Gefühl, dem Himmel nahe zu sein. Das Dorf wurde in Liebe, mit Liebe aufgebaut. Jedes Stück Strasse und jede Mauer strahlt etwas von dieser Liebe aus. Wer einmal durch die goldenen Gassen der Altststadt in Jerusalem gewandelt ist und die Mauern im Glanze der aufgehenden Sonne betrachtet hat, kennt das Gefühl welches mich dort oben in den Bergen von Chiang Mai im Herzen berührte. Unbeschreiblich, unvergesslich. Ein Hauch der Himmel.
Die mit einfachem Mörtel gepflasteren Strassen und Haus- und Stützmauern sind mit Blätterabdrücken versehen und atmen genau die gleiche Liebe aus, wie in der alten Stadt Jerusalem. Auch hier führen Wasserkanäle durch das Dorf. Es ist genau durchdachte Arbeit. Und wie mir schien, ausgearbeitet nach dem folgsam entgegengenommenen Plan Gottes. Eines der letzten Paradiese.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Noi besichtigt das wunderschöne und mit Liebe gebaute Dorf.
Noi besichtigt das wunderschöne
und mit Liebe gebaute Dorf.
Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Noi mit einem der dort lebenden Waisenkinder.
Noi mit einem der dort lebenden Waisenkinder.


Am Abend badeten wir unten am Fluss. Das war bis zur Ankunft der Pumpe die einzige Möglichkeit, um sich zu waschen. Kleine Jungs schwammen in diesem Fluss und Mädchen und Frauen wuschen weiter unten die Dorfwäsche. Ralf, Samuel und ich genossen es nach der Arbeit, ein erfrischendes Bad da unten im Fluss zu nehmen. Ja, wir schwammen ein grosses Stück abwärts und wurden danach von Ralf über einen Wald- und Bergpfad hinauf auf einen Hügel über dem Dorf geführt. Ein karge Gegend mit momentan zum Teil abgebrannten Wäldern. Staubig und heiss. In der Nacht kühl, ja beinahe kalt. Wir suchten uns in der Nacht im kleinen Gästehaus Decken, um nicht zu frieren. Auch das Gästehaus ein Prachtsstück der fleissigen Arbeit dort oben. Keine Moskitos konnten hinein und man schlief ruhig und tief.


Ein kleines Haus welches als Aussichtspunkt auf den Fluss und die Berge dient, ist mit wunderschönen Blumen überwuchert. Eng an einen mächtigen Baum angeschmiegt präsentiert sich bei längerem Hinsehen auf das kleine Bergdorf zudem ein kunstvoll gebautes Baumhaus hoch über der Erde, ein Traum den sich der Mann aus Deutschland als einzigen Luxus geleistet hat. Es passt zu ihm. Und hier kann er sich für dringend benötigte Momente der Ruhe etwas Privatsphäre verschaffen, um sich zurückziehen zu können. Neue Kraft zu tanken, bei seinem Herrn und Gott. Mit dem Vorderlader (Gewehr zu dem die Kugeln noch selbst gegossen werden) kann er genau so gut umgehen wie mit der Bibel. Es scheint, als ob alles was er anfängt, gesegnet ist. Er kann genauso wie ein kleiner fröhlicher Junge spielerisch einen Kameraden necken, um Sekunden danach ein ernsthaftes, klar formuliertes Projekt vorzustellen und wirkt dabei stets souverän und offen. Er ist der erste Mensch, bei dem ich dachte, da ist alles echt. Offen, wahrhaftig und ehrlich, eben ein Mann Gottes. Denke ich an Ralf, komme ich beinahe ins Schwärmen. Trotz meines etwas reiferen Alters ist er mir in kurzer Zeit zum Vorbild in manchem geworden.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Ralf Obergs Baumhaus. Mit Kochnische und Dusche und abschliessbarem Zimmer bestens eingerichtet für den Abenteurer Gottes. Wunderbarer Ort um Sonnenuntergang und -aufgang zu betrachten und um dem Himmel nahe zu sein.

Ralf Obergs Baumhaus. Mit Kochnische und Dusche und
abschliessbarem Zimmer bestens eingerichtet für den
Abenteurer Gottes. Wunderbarer Ort um Sonnenuntergang
und -aufgang zu betrachten und um dem Himmel nahe zu sein.

 


Meine Frau lacht oft und neckt mich, wenn ich von der Zeit in den Bergen von Chiang Mai erzähle und sobald mein Blick etwas leuchtend wirkt, wie sie sagt, stoppt mich die gute Noi. Nun, ich denke, es geht noch andern Menschen bei einer Begegnung mit ihm wie mir. Auch Samuel aus Amerika, der die Ehre hatte, eine Nacht zusammen mit Ralf hoch oben im Baumhaus zu verbringen, war hell begeistert von ihm. Er meinte einige Male: „Ja, wir müssen herkommen und hier einen Film drehen, denn das muss unbedingt an die Öffentlichkeit, was hier oben getan wird. Es ist wie ein Wunder, was dieser Mann alles vollbracht hat. Ja, lieber Samuel, ich würde dir gerne im nachhinein sagen, dass es ein Wunder ist. Ein Wunder, das Dein Gott der Herr und Schöpfer der Welt ausgelöst hat, indem er seinen Sohn für Dich und mich sandte, damit wir nicht verloren gehen. Leider verpasste ich es, Samuel den Juden aus Amerika, der eigentlich in Israel leben könnte, in ein Gespräch um Jeshua, den König der Juden, zu verwickeln. Nun, es kommt der Tag, an dem auch er die Wahrheit erkennen darf. Vielleicht kommt er wirklich wieder mal dort hinauf in die Berge von Chiang Mai und es wäre wunderbar, dann auch dort sein zu dürfen. Soweit zu dieser Begegnung.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.
Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.


Noi, meine heissgeliebte kleine Flachlandthai hatte in der ersten Nacht in den Bergen noch ein wenig Angst, welche sich aber bald legte. Sie hat dort oben auch einiges gelernt. Auch in ihrem Dorf leben die Behinderten etwas abseits. Doch hier oben sah sie, wie auch diese Menschen wertvolle Beiträge ans gemeinsame Zusammenleben beisteuern können.
Ca. 40 Kinder leben in diesem Dorf der Himmel, Mae Na Chorn, betreut von einem Hauselternpaar, welches die Sprache der Bergstämme spricht. Es ist eine mächtig grosse Familie da oben. Und es würde mich sehr freuen, wenn dieser Bericht in uns allen, die wir die Bilder anschauen und die Zeilen lesen, etwas auslösen würde. Sei dies der Wunsch, auch einmal dort oben, hoch über dem kleinen Fluss im goldenen Dorf zu stehen. Oder auch eine Gabe zu spenden, die dort ganz sicher sehr geschätzt und zum allerbesten verwendet wird. Kinder können freigekauft, gepflegt und in neue Familien eingefügt werden. Kinder, die an Halsbändern gehalten und Kinder, die sogar mit Ketten gefesselt waren, weil man sie nicht verstand oder Angst vor ihnen hatte. Kinder die dahinvegetierten, ohne Hoffnung, ohne Zukunft. Hier werden sie geliebt und dürfen für andere zu Hoffnungsträgern heranwachsen. Einige der Fotos strahlen ein klein wenig von dieser beschriebenen Stimmung dort oben aus. Mögen sie den Kindern zum Segen werden.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.
Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.


Ich könnte noch stundenlang erzählen, doch ich will sie nicht langweilen. Was aber mein Wunsch wäre, sind Seiten im Internet, welche die Geschichte der Mission und der Projekte Ralf Obergs darstellen und den Kindern der Berge zu gute käme.
Ich denke auch an einen allmonatlichen oder vierteljährlichen Rundbrief den wir über Thailand erhalten könnten. Vielleicht gar ein Spendenkonto welches direkt an Thaicare läuft. Auch der Leiter der AVC der Schweiz hat einige dieser Projekte besucht und unterstützt sie ebenfalls. Doch wir alle können jedes auch einzeln helfen. Fragen Sie ihre Herzen und hören sie auf die innere Stimme.
„Der Herr segne Dich!“ Mit diesen Worten, die wir dort oben in den Bergen zum Abschied mitbekamen, möchte ich auch von Ihnen, den Lesern dieser Hompage, Abschied nehmen. Wer weiss : Nächstes Jahr in Thailand. Oder wie Samuel mir zum Abschied sagte: Nächstes Jahr in Jerusalem!
(Bernhard Spitznagel-Yookhong, Wallisberg 57, Tscheppach, noithai@bluewin.ch)

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.
Das Zuchtbecken wird mit Wasser gefüllt.

Doch lassen wir Ralf Oberg am besten auch selber zum Worte kommen. Hier ein Kurzbericht über seine Arbeit, entnommen einem E-Mail vom Oktober 2002:

Chiang Mai liegt 10 Autostunden oder 1 Flugstunde oder 750 km weit weg von Bangkok. Das Hauptprojekt ist unser Internat mit 40 Kindern im Alter von 7-17 Jahren. Dort haben die Kinder die Gelegenheit, eine Schulausbildung bis in die 10. Klasse zu erhalten. Von Chiang Mai ist das Hostel ca.120 km entfernt. Oder ca. 4 Autostunden. Man muss über den höchsten Berg Thailand's, den Doi Inthanon, bei ca. 2200 Metern einen Pass überqueren. Schau mal auf einer Landkarte, ob Du Mae Chaem entdeckst, der kleinere Ort neben Mae Chaem heisst Mae Na Chorn und dort ist das Hostel.
Am Hostel gibt es kein Internet, keinen Strom (nur eine kleine Solaranlage, die Licht erzeugt für die Kinder, so dass sie ihre Hausaufgaben machen können).
Kein fliessendes Wasser, ausser das Wasser, das wir mit einer Dieselpumpe vom Fluss hinauf in unsere Tanks pumpen. Wir haben aber ordentliche Zimmer mit Mosquitonetzen. Es ist alles recht einfach, aber sehr praktisch. Wir haben 3 Fischteiche, zur Zeit 4 Schweine, Hühner, Enten, Hunde, Katzen und ein paar Singvögel. Ein paar Gemüsefelder mit Eggplants, Zuccini, Chilli und anderem. Dazu Bananen und Papaya-Bäume. Bei der kleinen Landwirtschaft helfen uns die Kinder und diese soll zum Selbstversorger ausgebaut werden.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Die langersehnte Wasserpumpe wird installiert und am gleichen Tag gegen abend in Betrieb gesetzt. Endlich Wasser im Entenbecken!
Die langersehnte Wasserpumpe wird installiert und am
gleichen Tag gegen abend in Betrieb gesetzt.
Endlich Wasser im Entenbecken!


In der Gegend haben wir 14 Kindergärten gegründet, von denen wir zur Zeit noch 3 finanziell unterstützen. Die andern Projekte sind schon finanziell selbstständig geworden. Diese Kindergartenprojekte sind bis zu 6 off-road Auto- oder Motorrad-Stunden entfernt. Einige sind in der Regenzeit nur zu Fuss errreichbar.
Unmittelbar neben dem Hostel ist eine Bibelschule und ca. 2 off-road Auto- oder Motorrad-Stunden entfernt ist ein Drogenrehabilitations-Zentrum mit denen wir zusammen arbeiten. Die Menschen der Berge sind keine Thai's, sondern ethnische Minderheiten. Wir arbeiten hauptsächlich mit den Karen und den H'Mong Stämmen zusammen. Diese Bergvölker sind gegenüber den Thai's sehr benachteiligt und werden auch oft desswegen ausgenutzt. Traditionelle Drogen wie Heroin oder Haschisch gibt es überraschenderweise wenige. Aber dafür viel Amphetamintabletten und Opium. Ein sehr hoher Prozentsatz ist abhängig von diesen Drogen und AIDS ist auch nicht unbekannt. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen setzen wir bei Kindern und Jugendlichen an, um ihnen mit einer Schulbildung bessere Chancen im weiteren Leben zu verschaffen.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Auf dem Weg zum Dorf der Himmel überqueren wir den höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon.
Auf dem Weg zum Dorf der Himmel überqueren wir den
höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon.


In der Nähe von Chiang Mai haben wir nun ein Stück Land gekauft und wir wollen dort eine Art Berufsschule aufbauen wo die Kinder oder Erwachsenen ein Handwerk erlernen können. Wir planen Metallverarbeitung, Tierzucht und Landwitschaft. Das sind zwar alles grosse Worte und wir werden gaaaanz klein anfangen. Wenn wir die richtigen Mitarbeiter gefunden haben werden wir uns dann vergrössern. Alle Projekte sind nur so gut wie die Mitarbeiter und es ist nicht einfach, verantwortungsvolle und fleissige Menschen zu finden, die eine tiefe Beziehung zu unserem Gott haben.
Bei allen Projekten ist natürlich Jesus mit dabei und wir versuchen, so viel wie möglich zu evangelisieren, wie Jakobus schreibt „Glaube mit Werken“.
Bitte betet für uns und ich würde mich freuen wieder von Dir zu hören.

Mae Na Chorn, Chiang Mai Provinz, Thailand: Unser Fahrer im Gespräch mit Noi .Viele Fragen hatte dieser Mann. Dort ging es um die Frage: Was heisst es für einen Thai, Christ zu sein? Gibt es Probleme? Noi schlägt sich tapfer. Noch ist sie auf dem Weg, um zu lernen, was es heisst, ein Christ zu sein
Unser Fahrer im Gespräch mit Noi. Viele Fragen hatte dieser
Mann. Dort ging es um die Frage: Was heisst es für einen
Thai, Christ zu sein? Gibt es Probleme? Noi schlägt sich
tapfer. Noch ist sie auf dem Weg, um zu lernen, was es heisst,
ein Christ zu sein
.

Viele Grüsse,
Ralf

Ralf M. Oberg
ProTech Transfer Co., Ltd.
189, Soi Chockchaijongjamlean, Rma 111 Rd.
Kwang Bangponqpang, Khet Yannawa,
Bangkok 10120, Thailand

Tel. +662 6834 990, +662 6834 991

Fax +662 6834992

E-Mail: r_oberg@protech-transfer.com

 

 


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Diese Seite wurde am 8. Oktober 2002 gestaltet und zuletzt am 11. Juni 2004 aktualisiert.
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